Der heutige Sonntag wird in die Geschichte des TTC-Detmold/Jerxen eingehen. Nie zuvor gelang einer Detmolder Mannschaft der Einzug in die Endrunde der Westdeutschen Mannschaftsmeisterschaft.
Doch heute war es soweit. Das Quartett um
Coach Stefan Gaul mit Jonas Korf, Sebastian Fuchs, Benjamin Synowski und Marcel Rumrich gewann das Viertelfinale gegen den SC Arminia Ochtrup hauchdünn nach Sätzen.
Spannung pur – von der Ersten bis zur letzen Sekunde
An Spannung war das Spiel wohl kaum zu überbieten. Das Endergebnis sagt mit 5:5 und 21:19 Sätzen bereits alles aus.
Direkt die Doppel gingen verrückt los. Fuchs/Synowski und Korf/Rumrich legten sofort stark vor. Beide Doppel konnten mit einer 1:0-Satzführung starten. Doch nach drei weiteren hart umkämpften Sätzen mussten sich Fuchs/Synowski Zeptner, H./Dinkhoff geschlagen geben. Auch Korf/Rumrich fehlte das letzte Quäntchen Glück. Sie konnten die Führung nicht ins Ziel bringen und unterlagen im 5. Satz Gust/Zeptner, R..
Die schlechte Ausgangslage verschlechterte sich nach der Niederlage von Fuchs gegen den erst 12-jährigen, aber bereits jetzt schon groß aufspielenden, Zeptner, H. Dabei sah es nach dem ersten Satz schon sehr gut aus. Doch auch hier meinte es Fortuna nicht wirklich gut mit Detmold. Alle weiteren drei Sätze gingen mit je zwei Bällen Unterschied an den Gegner.
Den ersten Sieg für die Detmolder Seite konnte Korf verbuchen. Mit Ausnahme des zweiten Satzes (8:11) ließ er dem Gegner Dinkhoff keine Chance und gewann souverän +3,+3,+4.
Und weiterhin blieb es höchst spannend und dramatisch. Synowski konnte gegen Zeptner, L. einen 1:2-Rückstand noch aufholen und gewann am Ende mit 3:2.
Auch am Nebentisch ging es in den 5. Satz. Der in der Rückrunde noch ungeschlagene Rumrich kam allerdings in nur sehr schwer in den 5. Satz und lag schnell hoch hinten. Gust ließ sich die Führung nicht mehr nehmen und gewann letztlich mit 3:2.
Zur Pause also der unglückliche 2:4 Rückstand. Ganz bitter hierbei die zwei 5-Satz-Niederlagen und das enge Spiel von Fuchs gegen Zeptner, H..
Mit neuer Motivation ging es dann in die zweite Runde. Nun galt es also noch einmal alles zu geben und den Rückstand wieder aufzuholen.
Das Spitzenspiel Korf gegen Zeptner, H. bot den Zuschauern dann Ballwechsel auf allerhöchstem Niveau. Nach einem riesen Spiel musste Korf dem Gegner allerdings zum 3:0 Sieg gratulieren, der teilweise aber sehr glücklich war.
Fuchs konnte den nächsten Punkt für Detmold sammeln, indem er Dinkhoff mit 3:0 bezwang. Auch hier waren die einzelnen Sätze wieder sehr eng.
3:5 zum aktuellen Zeitpunkt. Die Zuschauer merkten, dass noch einmal etwas drin war für Detmold, da nun wieder das bärenstarke untere PK der Detmolder spielen musste.
Rumrich ließ der gegnerischen Nummer 4 Zeptner, L. bei seinem 3:0 Sieg keine Chance und ermöglichte somit sogar doch noch das Weiterkommen für die Detmolder. Voraussetzung dafür: Synowski musste das Spiel gewinnen.
Der Hexenkessel "Jerxen Dome" kochte bereits ab Punkt 1. Alle merkten, dass nun Alles drin ist. Alle Zuschauer feuerten die beiden Akteuere Synowski und Gust mit allen Mitteln an. Gleich der erste Satz verlief extrem eng. Synowski konnte sich nach kleinem Rückstand noch einmal reinkämpfen und gewann den ersten mit 11:9. Im zweiten Satz hatte dann Gust den besseren Start erwischt und konnte die Führung bis in die Satzpause bringen (8:11). Es folgte der dramatische dritte Satz, der wohl der entscheidende Satz des ganzen Spiels werden sollte. Ab 9:9 begann das Nervenspiel. Nach jedem Punkt in der Verlängerung kochte der "Dome". So dauerte es bis zum 14:12, bis Synowski nach Timeout und genau passender Absprache mit Coach Stefan während des Timeoutes, den Sack zu machen konnte.
Im vierten Satz wollten Alle dann den Sieg für Detmold. Vom ersten Punkt an war es laut rund um den Tisch. Nach vielen hochklassigen Ballwechseln setze sich Synowski mit 11:7 durch und machte sich somit mit beiden Einzelsiegen zum Matchwinner der Partie.
„Unfassbar spannende Spiele, gute Atmosphäre und das richtige Ergebnis“, kann das Fazit dieses Aufeinandertreffens nur sein. Dementsprechend war die Party nach dem Spiel natürlich groß.
Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für die vielen Zuschauer, die uns während dem ganzen Spiel extrem lautstark unterstützt haben.
Weiter geht’s damit in zwei Wochen in Ense in der Endrunde um die Westdeutsche Mannschaftsmeisterschaft. Ein entsprechender Vorbericht wird noch folgen.
Die Punkte für den TTC : Korf (1), Fuchs (1), Synowski (2), Rumrich (1)